Wie Weihnachten und Geburtstag zusammen …

… so fühlte sie sich an, unsere Weihnachtsfeier am 3. Dezember im MGH – und das zurecht: Denn der Elternkreis feierte zugleich sein 5-jähriges Bestehen!

Deswegen haben wir es uns so richtig gut gehen lassen an diesem Tag: Gemeinsam mit etwa einhundert Gästen, darunter Familien mit ihren autistischen Kindern und Geschwisterkindern, Angehörige, Lehrerinnen, Fachleute und Therapeutinnen haben wir ein harmonisches Fest gefeiert. Dabei half uns nicht zuletzt ein reichhaltiges Buffet, jede Menge Spiel- und Bastelangebote für die Kinder und ein volles Programm: Eine Stunde lang begleiteten uns die beiden Clowninnen Corina Ratzel und Birgit Henrichs, die die Herzen der Kinder (und Kind gebliebenen)  im Sturm erobern konnten. Dann wurde musiziert, gelacht, gesungen und vorgelesen! Für die Kinder, die nicht so lange stillsitzen konnten, bot ein Bewegungsparcours Raum für ausgelassen und laut sein dürfen, wo die langweiligen Eltern lieber ihren Kaffee tranken und endlich ein wenig Zeit für Gespräche fanden.

Denn Austausch ist letztlich das, wovon unser Elternkreis lebt. Daher haben wir uns umso mehr gefreut, auch Dr. Helmut Peters begrüßen zu dürfen, Chefarzt des Kinderneurologischen Zentrums in Mainz, auf dessen Expertise wir in der Vergangenheit immer wieder zurückgreifen konnten. Dr. Peters hat uns im Frühjahr auch den Weg zur Teilnahme am „Run for Children“ geebnet – durch diese Spenden konnte die  Weihnachtsfeier großzügig gestaltet werden.

Zu einem besonderen Tag gehören besondere Gäste: Lieben Dank an Frau Bürger und Herrn Haxel, das Ehepaar Brumme und das Ehepaar Goebel. Sie haben den weiten Weg von Limburg und Frankfurt nicht gescheut, um uns zu besuchen. Als Förderer und Sponsoren haben Sie uns vieles ermöglicht in diesem Jahr – noch schöner als jede Spende ist aber ein persönlicher Besuch!

Für uns als Elternkreis geht ein ereignisreiches Jahr zur Neige. Wir sind Verein geworden, haben viel auf die Beine gestellt und sind immer noch täglich neu erstaunt über das große Interesse und die viele Unterstützung, die uns zuteil werden. Wie immer gilt unser Dank daher auch dem MGH, dessen Infrastruktur wir so selbstverständlich nutzen können.

Allen Eltern aber, Familien, Kindern und Geschwisterkindern, Fachkräften und Therapeutinnen wünschen wir ein Frohes Weihnachtsfest, eine besinnliche Zeit und einen guten Start in das Neue Jahr!

 

Buchtipps

Ratgeber/Sachliteratur

Tony Attwood: „Ein ganzes Leben mit dem Asperger-Syndrom: Von Kindheit bis Erwachsensein – alles was weiterhilft“ (2008), Trias
Basis-Werk mit umfassenden Informationen zum Asperger-Syndrom von einem der international  renommiertesten Asperger-Experten. Ein gutes Nachschlagewerk, das man auch mal interessierten Lehrern etc. in die Hand drücken kann.

Silke Bauerfeind: „Ein Kind mit Autismus zu begleiten ist auch eine Reise zu sich selbst“ (2016), BoD
In ihrem Buch zum Blog (www.ellasblog.de) schreibt die Autorin über eigene Erfahrungen mit ihrem Sohn, der frühkindlichen Autismus hat. Darüber hinaus sammelt sie Erlebnisse und Berichte von zahlreichen Familien und Angehörigen, sodass eine bunte Quelle vielfältiger Perspektiven entsteht, in der die ganze Bandbreite des autistischen Spektrum deutlich wird.

Dr. Christine Preißmann: „Glück und Lebenszufriedenheit für Menschen mit Autismus“ (2015), Kohlhammer
Eingebettet in Fakten, die Dr. Preißmann zum Thema Glück und Zufriedenheit zusammengetragen hat, kommen Betroffene selbst zu Wort und berichten von ihren positiven wie negativen Erfahrungen.

Brigitte Rollett, Ursula Kastner-Koller: „Praxisbuch Autismus für Eltern, Erzieher, Lehrer und Therapeuten.“ (2007, 3. Aufl) Urban & Fischer.
Ein hilfreicher Überblick von Diagnostik bis zur Förderung über die Lebensspanne hinweg. Ein fundierter Leitfaden, verständlich geschrieben und mit vielen Beispielen angereichert.

Antje Tuckermann / Anne Häußler / Eva Lausmann: „Herausforderung Regelschule“ (2012), Borgmann publishing
Hilfreiche und konkrete Tipps aus der TEACCH-Praxis, die Lehrkräfte im Unterricht umsetzen können.

Autobiografisches

Axel Brauns: „Buntschatten und Fledermäuse. Mein Leben in einer anderen Welt“ (2004), Goldmann
„Das Leben im Autismus ist eine miserable Vorbereitung für das Leben in einer Welt ohne Autismus. Die Höflichkeit hat viele Näpfchen aufgestellt, in die man treten kann. Autisten sind Meister darin, keines auszulassen.“ Unterhaltsam und einfühlsam beschreibt Axel Brauns sein Leben in einer Welt, die ihm lange fremd blieb. Ein sprachlicher Genuss.

John Elder Robison: „Schau mich an! Mein Leben mit Asperger“ (2008), Fackelträger-Verlag
Spannende, unterhaltsame und mit Humor erzählte Lebensgeschichte eines Asperger-Betroffenen, der nach einer Kindheit als Außenseiter zu beruflichem Erfolg und Kreativität findet: Er konstruiert flammenwerfende Gitarren für die Band KISS, entwickelt erste elektronische Spielzeuge, restauriert Autos und ist mittlerweile als Redner über Autismus aktiv.

Peter Schmidt: „Der Junge vom Saturn: Wie ein autistisches Kind die Welt sieht“ (2015), Goldmann
Kindheit und Erwachsenwerden eines Asperger-Autisten, der sich stets als andersartig erlebt, Missverständnisse überwinden muss und trotzdem erfolgreich seinen Weg geht. Die zunächst gewöhnungsbedürftige Sprache spiegelt zusätzlich die besondere Sicht des Autors auf die Welt wider.

Daniela Schreiter: „Schattenspringer: Wie es ist, anders zu sein“ (2014) und „Schattenspringer²: Per Anhalter durch die Pubertät“ (2015), Panini
Asperger in Comic-Form witzig dargestellt von einer Betroffenen, für Leser ab ca. 10 Jahren. Der zweite Band thematisiert Pubertät und junges Erwachsenenalter mit Partnerschaft(sproblemen).

Daniel Tammet: „Elf ist freundlich und Fünf ist laut: Ein genialer Autist erklärt seine Welt“ (2007/2008), Patmos/Heyne
Auch wenn Daniel Tammet als „Savant“ geniale Fähigkeiten – zum Beispiel in den Bereichen Mathematik und Sprachen – besitzt und in seinem Buch ausführlich etwa seine synästhetische Wahrnehmung von Zahlen beschreibt, finden sich in der Autobiografie auch zahlreiche Einblicke in seine autistische Erlebnis- und Erfahrungswelt, die Betroffenen oder deren Angehörigen bekannt vorkommen werden.

Daniel Tammet: „Wolkenspringer: Von einem genialen Autisten lernen“ (2009/2010), Patmos/Piper
Unbestritten verfügt Daniel Tammet über herausragende intellektuelle Fähigkeiten – ausgehend davon befasst er sich in seinem zweiten Buch mit dem Thema Gehirn auf einer breiteren Ebene, liefert spannende Erkenntnisse aus der Wissenschaft. Indem Tammet die Begabungen jedes einzelnen Menschen und die Bedeutung der Menschlichkeit im Gegensatz zur Computerwelt betont, verleiht er dem Buch eine persönliche, philosophische Prägung.

 

MartiniMarkt im MGH – Kuchenspenden erbeten!

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Ingelheim lädt ein zum MartiniMarkt:

Am Samstag, 11. November 2017 von 14.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag, 12. November von 11.00 bis 18.00 Uhr werden an 30 Ständen liebevoll selbstgemachte Deko-Artikel, Schmuck, Acessoires, Taschen etc. verkauft. Es git ein Kuchenbuffet, außerdem Wildgulasch, Kürbissuppe und Waffeln, Feuerzauber und Stockbrot sowie Kreativ-Workshops, Kinderschminken und Bücherflohmarkt. Das genaue Programm findet Ihr hier: http://www.mgh-ingelheim.de/kalender/monatsansicht/

Unsere Elternkreisarbeit wäre ohne die tolle Unterstützung durch das MGH nicht denkbar und wir möchten uns dafür bei dieser Gelegenheit gerne erkenntlich zeigen, indem wir für das Kuchenbuffet spenden. Wir bitten Euch dabei um Eure Mithilfe!

Die Kuchen sollen bitte am Samstag oder Sonntag beim Besuch, Sonntag aber bis spätestens 12 Uhr abgegeben werden. Bitte gebt uns Bescheid, ob Ihr einen Kuchen mitbringen könnt und wenn ja, für welchen Tag!

Danke und bis bald auf dem MartiniMarkt!

Danke für Eure Unterstützung bei der Spendenaktion der ING-DiBa

Liebe Eltern, Freunde, Bekannte und Unterstützer,

von Ende September bis Anfang November hat der Elternkreis Autismus Rheinhessen  e.V.  bei der Spendenaktion „Du und dein Verein“ bei der ING DiBa auf sich aufmerksam gemacht.

Zahlreiche Freunde des Elternkreises haben uns unterstützt und für uns gestimmt – dafür ganz herzlichen Dank!

Leider hat es nicht ganz gereicht und wir sind nicht unter die Gewinner gekommen. Aber vielleicht klappt es ja bei der nächsten Aktion!

Ein Herz für unsere Kinder

Danke von Herzen für diesen unvergesslichen Abend, liebe Frau Bürger und Herr Haxel!

Eine Geburtstagseinladung ist für unsere autistischen Kinder und für uns Eltern gleichermaßen etwas ganz Besonderes. So ging die Einladung von Frau Bürger aus Limburg zu ihrem 50. Geburtstag mitten ins Herz. Wir hatten sie und ihren zukünftigen Mann, den Unternehmer Volker Haxel (Schang & Haxel Elektrotechnik GmbH), der sich schon oft wohltätig engagiert hat, beim Run for Children kennengelernt. Marco Beck von Belution Event hatte uns zusammengeführt. Es ginge ihnen so gut, erzählten sie uns. Sie wären so glücklich miteinander und hätten alles, was sie bräuchten. Deshalb wäre es ihnen ein Bedürfnis, an diesem besonderen Tag innezuhalten und gemeinsam mit ihren Freunden an Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht und die Hilfe brauchen. Frau Bürger bat die Gäste in ihrer Einladung statt Geschenken nur um eine handgeschriebene Karte und eine kleine Spende für einen sozialen Zweck – unseren Elternkreis Autismus Rheinhessen e.V. Es sollte aber nicht um eine anonyme Scheckübergabe gehen, sondern auf dem Fest selbst sollte Zeit sein für uns, unsere Kinder und unser Leben mit ihnen. Damit den Gastgebern ebenso wie den Gästen auch ganz klar vor Augen stehe, wofür sie spenden und wie sie damit ganz konkret unseren Kindern, aber auch uns Eltern helfen werden würden.

Unsere Familien auf der großen Bühne

Eine wunderschöne Feier erwartete die etwa 150 Freunde in der lauen Sommernacht des 2. September 2017. Herr Haxel und seine charmante 16-jährige Tochter Lena führten die Gäste durch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, das von Marco Beck und seinem Team so perfekt wie seelenvoll gestaltet wurde. Bei toller Musik, kulinarischen Freuden, liebevollen Ehrungen des Geburtstagskindes und immer wieder neuen Überraschungen vergingen die Stunden wie im Flug. Dann war es soweit. Wir wurden auf die Bühne gebeten. Der Moderator Markus Priester stellte uns Eltern (Delphine, Angelika, Anna, Kerstin und Susanne) viele Fragen zum Leben mit unseren autistischen Kindern. Und es kamen auch zwei unserer Kinder zu Wort: Sehr berührend erzählte Antonia von ihrem Bruder und bat um Respekt und Anerkennung für die Leistungen der Geschwisterkinder, die oft vergessen würden. Bewegend auch die Worte vom 14-jährigen Aspie Maximilian, der Einblicke in sein oft anstrengendes Leben mit Autismus gab und erzählte, wie sehr ihm seine Katze und sein Hund helfen würden.

Die Erfahrung, wie sehr gerade Tiere unsere besonderen Kinder berühren, haben ja schon viele von uns gemacht. Deshalb baten wir beim Spendenaufruf um Unterstützung für ein sehr schönes Projekt, das uns eine „Pferdeflüstererin“ aus Heidesheim anbietet: ein Herbstspaziergang mit Pferd durch die paradiesische Landschaft der Rheinauen mit anschließender Apfelernte. Und weil sicher viele unserer Kinder gerne einen Ausflug durch die Natur mit Pferd machen wollen, die Gruppe aber bewusst klein gehalten werden soll, haben wir das Motto auch gleich zu „Spaziergängen durch die Jahreszeiten“ für Kinder im Autismusspektrum und natürlich auch Geschwisterkinder ausgeweitet.

Welle aus Mitgefühl und Interesse

Was dann passierte, hat uns so überwältigt, dass wir noch immer ein wenig ungläubig und aufgeregt gleichermaßen auf den so besonderen Abend zurückblicken. Uns wurde eine riesige Welle aus Solidarität, Mitgefühl und auch wirklichem Interesse daran, welchen familiären Belastungen wir immer wieder ausgesetzt sind, entgegengebracht. Von der Gästeschar insgesamt, aber gerade auch individuell in vielen kleinen Gesprächen.

Am Ende wurde uns ein mehr als großzügiger Scheck überreicht, der unseren Kindern zum einen viele Spaziergänge mit Pferd sichert, uns zum anderen aber ermöglicht, schon ganz konkret weitere Projekte rund um die Bedürfnisse unserer Kinder zu planen. Was für eine Chance für uns, wo wir, wo unsere Eltern so oft damit konfrontiert sind, was eben nicht geht, welche Möglichkeiten unseren Kindern immer wieder verwehrt werden. So dürfen wir jetzt gestalten und dafür sorgen, dass Schritt für Schritt mehr Alltagsfreuden und auch Entlastungen in das Leben unserer Kinder und ihrer Familien einziehen. Was für ein Geschenk!

Frau Bürger gebührt hier der erste Dank, weil sie uns mit ihrem Verzicht erst die Türen geöffnet hat! Und was dann über das Engagement aller Organisatoren ihres Festes, über die offene Bereitschaft, sich einzulassen und eben auch zu spenden möglich wurde, ist für uns schlicht ein geniales Geschenk.

Besonders nennen wollen wir neben all den vielen Gästen natürlich Herrn Haxel, der neben seiner eignen Großzügigkeit auch die Scheckübergabe mit viel Spannung und zumindest für uns mit vielen Gänsehautmomenten gestaltet hat, sowie ganz ausdrücklich den Ehepaaren Goebel und Brumme, die uns ebenso sehr reich beschenkt haben.

Ziemlich sprachlos, aber immerhin nicht ohne herzliche Einladungen für unsere Gastgeber, uns zu unserer großen Weihnachtsfeier am 3. Dezember 2017 im MGH in Ingelheim zu besuchen, verließen wir in jeder Hinsicht reich beschenkt und überglücklich das Fest!

Susanne Behne und Kerstin Claus

 

Der Elternkreis beim Landesweiten Ehrenamtstag 2017

Als eine von rund 50 Organisationen, Initiativen und Projekten war der Elternkreis Autismus Rheinhessen e.V. am 10. September 2017 auf Einladung der Staatskanzlei, des SWR und der Stadt Ingelheim beim Landesweiten Ehrenamtstag mit dabei. An unserem Stand durften wir eine Reihe von Interessierten beraten, gaben Tipps und trugen zur Aufklärung über Autismus bei.

Besonders gefreut haben wir uns über das Interesse der Politik: Neben der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD) sprachen wir auch mit den Grünen-Politikerinnen Irene Alt (ehemalige Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen in Rheinland-Pfalz) und  Tabea Rößner (Mitglied des Bundestages) sowie mit Julia Klöckner, CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, und ihrer Parteikollegin, der Bundestagsabgeordneten und Wahlkreiskandidatin Ursula Groden-Kranich.

Wir nutzten die Gelegenheit auch zur Netzwerkarbeit und wiesen so zum Beispiel im Gespräch mit dem Landeselternbeirat auf notwendige Verbesserungen bei der Beschulung autistischer Kinder hin. Unser herzliches Dankeschön gilt dem Mehrgenerationenhaus (MGH) Ingelheim sowie der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) in Mainz für ihr positives Feedback und ihre Unterstützung – nicht nur während des Ehrenamtstages.

Rund um die abendliche Verleihung des Ehrenamtspreises lernten wir außerdem Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn kennen, die besonders wegen ihres sozialen und gesellschaftlichen Engagements bekannt ist. Sie gehört zur Jury des Ehrenamtspreises und informierte sich mit großem Interesse über unsere Elternkreisarbeit.

 

Stärkung für Eltern autistischer Kinder

Einen würdigeren Rahmen hätten wir uns für die Gründung unseres Vereins nicht wünschen können: Dr. Christine Preißmann war nach einem Vortrag im Februar 2016 am 27. August 2017 bereits zum zweiten Mal unser Gast im Mehrgenerationenhaus in Ingelheim und sprach vor rund 60 Zuhörern – hauptsächlich Angehörige von Menschen mit Autismus – über das Thema „Gut leben mit einem autistischen Kind – Stärkung der Resilienz von Eltern betroffener Kinder“.

Einblicke in die Erfahrungswelt Betroffener

Die Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapie ist selbst Asperger-Autistin, engagiert sich in Selbsthilfegruppen und hat bereits eine Reihe von Büchern zum Thema Autismus veröffentlicht, in der sie Betroffene und Angehörige zu Wort kommen lässt. Aus diesem Reservoir an Erfahrungen schöpfte die Referentin, um in eindrücklicher Weise die besondere Wahrnehmung autistischer Menschen sowie ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten in Bereichen wie Schule, Arbeit, Partnerschaft oder Wohnen zu schildern – und damit verknüpft die Belastung von Eltern und Angehörigen: Denn ihnen kann es nur gut gehen, wenn sie wissen, dass es ihrem Kind gut geht. Darüber hinaus bieten Eltern autistischer Kinder viel Zeit für Arztbesuche und Therapien auf, müssen soziale Isolation und Ausgrenzung hinnehmen und sorgen sich um die Zukunft des autistischen Kindes.

Worin können Eltern und Angehörige Stärke und Kraft finden?

Dr. Preißmann betonte, wie wichtig Resilienz ist, um mit Krisen und schwierigen Lebenssituationen gut umgehen zu können. Als Lösungsansatz präsentierte sie zum Beispiel die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten: Betroffene, Eltern, Therapeuten, Pädagogen und sonstige Bezugspersonen. Besonders erfreut waren wir als Elternkreis, darüber, welch große Bedeutung die Referentin Elterninitiativen zumaß, in denen sich Gleichgesinnte und vielleicht auch Freundschaften finden lassen. Und: „Wenn man sich für alle Betroffenen engagiert, verbessert man letztlich auch die Situation für das eigene Kind.“

Nach dem Vortrag nahm sich Dr. Preißmann Zeit für zahlreiche Fragen aus dem Publikum und gab konkrete Tipps. Im Anschluss daran nahmen viele Gäste die angenehme, vertrauensvolle und familiäre Stimmung auf und führten weiter angeregte Gespräche miteinander. Im Sinne der gegenseitigen Stärkung sowohl der Eltern als auch der Betroffenen war es wieder ein sehr schöner Abend für unseren Elternkreis und wir danken Dr. Preißmann herzlich!

Unterschriften_Vereinsgründung

Wir sind Verein!

Der Elternkreis Autismus Rheinhessen hat tolle Neuigkeiten zu vermelden: Seit dem 27. August 2017 sind wir eingetragener Verein!

Den Anstoß zu diesem Schritt gab uns die Teilnahme am diesjährigen „Run for Children“ in Mainz – nicht nur mit einem eigenen Läufer-Team, sondern auch als Spendenempfänger. Eine „Institutionalisierung“ unseres bisher rein privaten Kreises durch Satzung und feste Strukturen wurde nötig, um höhere Spendenbeträge entgegennehmen zu können.

Für unsere Arbeit und die Teilnahme der Gäste an unseren Veranstaltungen ändert sich dadurch zunächst nicht viel – außer, dass unser bisheriges „Orga-Team“ nun als offizieller Vereinsvorstand fungiert. Mit einem finanziellen  Spendenpolster ausgestattet, können wir allerdings in Zukunft zusätzliche Angebote umsetzen und denken dabei vor allem an eine Entlastung der Familien mit autistischen Kindern im Freizeitbereich. Da alles, was damit verbunden ist, für uns Neuland darstellt, werden wir vermutlich einige Monate benötigen, um Konkretes anbieten zu können.

Unsere Vereinsgründung fällt zusammen mit einem besonderen Datum: Wir feiern in diesen Tagen das fünfjährige Bestehen des Elternkreises! Eine Rückschau auf diese fünf Jahre und Einblicke in unsere neuen Vereinsstrukturen bieten wir allen Interessierten im Rahmen unserer Familienweihnachtsfeier am 3. Dezember 2017 im MGH.

Unser Verein im Überblick:

Vorsitzende: Susanne Behne, Claudia Sporn
Stellvertretende Vorsitzende: Delphine Hambach, Kerstin Claus
Kasse: Angelika Grewe, Anna Daum
Medien: Gwendolyn Mayer

Anschrift:
Elternkreis Autismus Rheinhessen e.V.
An der Selzer Mühle 40a
55218 Ingelheim

Bankverbindung:
Mainzer Volksbank eG
IBAN: 41 5519 0000 0945 8190 19
BIC: MVBMDE55

Mehr über uns: Flyer_Elternkreis_(Download)

 

 

 

Feierliche Spendenübergabe bei der Schott AG

spendenübergabe

Kerstin Claus mit dem Scheck des 12. Run for Children.

Für uns war es das ganz große Kino, als Herr Herrmann Ditz (Vorstandsmitglied der SCHOTT AG) zusammen mit Dr. Peters (Kinderneurologisches Zentrum Mainz) und PD Dr. Beetz (Kinderklinik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) in Gegenwart der Presse feierlich die Spende über 3.200 Euro überreichten. Doch eigentlich haben nicht wir ihn verdient, sondern die vielen Läufer, die uns beim 12. Run for Children von 11 bis 21 Uhr unterstützt haben, sodass wir den 52. Platz erreichen
konnten. Ganz herzlichen Dank auch an den
Sponsor unseres „Run for Autism“-Teams,
die E&H Design GmbH aus Wörrstadt!

Spendenübergabe

Dr. Peters gratuliert Delphine Hambach, Susanne Behne und Kerstin Claus als Vertreterinnen des Elternkreises. Mit auf der Bühne: Dr. Beetz und Herr Ditz (von li. nach re.).

Was wir nun anfangen mit dem vielen Geld? Wir werden nicht in die Karibik fahren. Für uns ist es vielmehr der Grundstein einer Arbeit, die perspektivisch den Aufbau von weiteren Angeboten für uns Eltern autistischer Kinder bieten wird. Ein Fernziel sind Betreuungsangebote, Entlastungsmöglichkeiten aber auch viele weitere spannende Veranstaltungen für Eltern und Fachkräfte.

 

orga-team schott

Delphine Hambach, Angelika Grewe, Susanne Behne und Kerstin Claus (von li. nach re.) auf der Festveranstaltung.

Vielen Dank an die Organisatoren des Run for Children und insbesondere an Dr. Heinricht, Herrn Ditz, Dr. Peters und Dr. Beetz

 

Unser Run: Platz 52 von 69!

Das Wetter meinte es gut mit uns und unsere Läufern am 10. Juni in Mainz! Von 11 bis 21 Uhr war immer jemand dabei – mehr als 30 Läuferinnen und Läufer haben uns unterstützt, als es darum ging beim Run for Children auf dem Gelände des TSV dabei zu sein.

An dieser Stelle einen großen Dank an alle, die mitgemacht haben: Ihr wart einfach Klasse!

Und ein riesiges Lob an die perfekte Vorbereitung und Abwicklung, liebe Delphine!

Die Bilder sprechen für sich: Teamgeist und gute Laune – beides war im Übermaß vorhanden: