Filmstart „Alles außer gewöhnlich“

Passend zum Internationalen Tag des Ehrenamtes kommt am 5. Dezember 2019 ein berührender Film, der die Helden des Alltags feiert, bundesweit in die Kinos: „Alles außer gewöhnlich“. Der Film erzählt die wahre Geschichte von zwei Männern, Bruno (Vincent Cassel) und Malik (Reda Kateb), die sich für eine bessere Welt engagieen und bei ihrer Arbeit mit autistischen Jugendlichen und deren jungen Betreuern tagtäglich kleine Wunder vollbringen.

In „Alles außer gewöhnlich“ geht es neben Engagement auch um soziale Verantwortung und Inklusion, konkret um die Behandlung und Pflege von autistischen Kindern und Jugendlichen. Im gegensatz zu häuig klischeebehafteten Filmen mit autistischen Helden erzählt „Alles außer gewöhnlich“ auch Geschichten derjenigen, die in der öffentlichen Wahrnehmung nicht präsent sind.

Für ihre unterhaltsame und aufrüttelnde Geschichte konnten Éric Toledano und Olivier Nakache, die Macher des Erfolgsfilms „Ziemlich beste Freunde“, mit Vincent Cassel („Black Swan“) und Reda Kateb („Django Reinhardt“) zwei exzellente Charakterdarsteller gewinnen. Der Film feierte seine Weltpremiere als Abschlussfilm der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele von Cannes, wo er begeistert vom Publikum aufgenommen wurde.

Zum Filmstart im Capitol Mainz (Neubrunnenstraße 9) haben wir vom Elternkreis Autismus Rheinhessen e.V. Gelegenheit, das Kinopublikum zu begrüßen und kurz unsere ehrenamtliche Arbeit vorzustellen. Im Anschluss an den Film steht unser Team mit einem Infostand für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Außerdem bieten wir unseren Familien, Freunden und Unterstützern die Möglichkeit, für den 5. Dezember Karten zum ermäßigten Preis von 6,50 Euro (regulär 8 Euro) zu reservieren, die an der Abendkasse bereit liegen. Anmeldung bei Susanne Behne: Behne@Autismus-Rheinhessen.de

Hier geht es zum Trailer von „Alles außer gewöhnlich“

Weitere Infos zum Film

Klettern im „Clip n‘ Climb“

Bericht von Regina Paulus

Als ich die Nachricht bekam, dass der Elternkreis Autismus e.V. eine Kletteraktion bei Clip n‘ Climb in Mainz anbietet, fragte ich direkt meinen Sohn. Mit großer Vorfreude wollte er daran teilnehmen. Am 17.11 um 9.30 Uhr war es dann soweit und das Warten hatte ein Ende. Es trafen sich viele Kinder aus dem Autismus-Spektrum und deren Begleitpersonen.
Nach einer ausführlichen Einweisung ging es endlich in die Kletterhalle. Mit großer Begeisterung erklommen die Kinder die vielen Kletterwände mutig bis zu 10 Metern Höhe.

Da jede Kletterwand unterschiedlich gestaltet ist, kam auch nie Langeweile auf. Meinem Sohn gefiel besonders die Kletterwand mit dem Tetris-Design oder der „Stairway to Heaven“, wo er mit großen Schritten hoch hinaus kam. Auch die Freifall-Rutsche war bei vielen Teilnehmern sehr beliebt. Es gab Kletterwände mit Käselöchern, mit Seilen, mit Klett und einen dunklen Turm. Für jeden war etwas dabei.
Wir verbrachten eine sehr schöne Zeit. Vielen Dank für diese tolle Erfahrung! Sicherlich werden wir dieses Erlebnis wiederholen, da mein Sohn es kaum erwarten kann, wieder klettern zu dürfen.

Elternkreis erhält Spendengelder des „Run for Children“

Am Freitag, den 18. Oktober 2019 fand bei Schott die feierliche Spendenübergabe des diesjährigen „Run for Children“ statt. Delphine Hambach und Angelika Grewe konnten die hohe Spende in Empfang nehmen, die 1:1 unseren Kindern zu Gute kommen wird.
Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit noch einmal ganz herzlich bei allen Läuferinnen, Läufern und dem jubelnden Fanclub bedanken.
Ihr wart spitze!

Unser Team beim „Run for Children“ 2019

Mit unserem Team „Run for Autism“ haben wir am 31. August 2019 bereits zum dritten Mal am Spendenlauf „Run for Children“ teilgenommen, der federfühend von der Schott AG in Mainz organisiert wird. Wir waren mit insgesamt 45 Läufern (davon zwölf Kinder) dabei und hatten trotz des heißen Wetters sehr viel Spaß. Während der Laufpausen wurden nette Gespräche geführt und die Kinder konnten das bunte Rahmenprogramm genießen. Insgesamt sind wir während des sechsstündigen Zeitraums 189 Runden – das sind 75,6 Kilometer – gelaufen. Damit haben wir Platz 36 von 77 Teams erreicht – ein tolles Ergebnis! Wir bedanken uns bei allen unseren Unterstützern – auf oder neben der Strecke!

Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr wieder teilnehmen können und sich auch wieder genügend Läufer bereit erklären, uns zu unterstützen.

Inklusive Sommerangebote

Dank einer großzügigen Spende der Sparkasse Rhein-Nahe konnten wir in den Sommermonaten 2019 einige Freizeitangebote für unsere Familien organisieren. Geschwisterkinder ohne Autismus waren bei diesen inklusiven Aktivitäten ausdrücklich mit eingeladen.

Am 30. Mai 2019 hieß es „Gummi geben“ auf der Kartbahn. 13- bis 17-Jährige (Aspies und Geschwister) waren eingeladen, in der Kartbahn Heidesheim ein paar Runden zu fahren. Hinterher gab es ein gemeinsames Picknick.

Trotz der sommerlichen Hitze trafen wir uns am 30. Juni 2019 mit einigen Familien am Barfußpfad in Bad Sobernheim. Mit nackten Füßen, aber viel Vergnügen ging es durch Schleim und über Stein. Unterwegs genossen die Kinder eine willkommene Erfrischung in der Nahe, bevor wir als letzte Hürde die Hängebrücke erklommen. Nach anderthalb Stunden Spaß saßen wir gemeinsam im Biergarten und ließen uns ein Eis schmecken. Es war ein toller und lustiger Sonntagnachmittag!

Am 4. Juli kamen rund 20 Eltern und Kinder in der Mainzer Kletterhalle „Clip’n’Climb“ zusammen, erlebten 1,5 Stunden Kletterspaß und tankten danach beim gemeinsamen Pizza-Essen neue Energie auf. Es war eine schöne Unternehmung, die wir künftig gerne weiterhin im Programm haben möchten!

Zum Abschluss unternahmen einige Familien aus unserem Kreis einen Ausflug in den Holiday Park – hier ein Bericht von Sarah Daum (15 Jahre):

Mein Tag im Holiday Park

Am 24.August 2019 um 8:30 Uhr war es endlich soweit!

Zusammen mit meiner Mama, meiner Tante, meinem Bruder und mit Julian, der I-Kraft von meinem Bruder Niklas fuhr ich zum MGH hier bei uns in Ingelheim. Dort stand auch schon der Reisebus, der uns zum Holiday Park bringen würde! (Witzig ist es zu erwähnen, dass ich im Bus darauf angesprochen wurde diesen Artikel zu schreiben! Also war ich an diesem Tag so etwas wie eine rasende Reporterin!) Alle Kinder um mich herum waren total aufgeregt! Ich natürlich auch, da ich noch nie zuvor in dem oben genannten Freizeitpark war!

Dann um 8:55 Uhr circa ging es erstmal in Richtung Alzey, weil dort noch einige Leute in den Bus dazugestiegen sind. Unter anderem auch Angelika und ihre Familie. Um etwa 9:55 Uhr fuhren wir dann endlich in Richtung des Holiday Parks, und eine knappe Stunde später waren wir angekommen! Eine weitere kurze Wartezeit kam auf uns zu, da Angelika unsere Bändchen und Eintrittskarten abholen musste. Fast die ganze Zeit habe ich den Freefall Tower beobachtet und echt Panik bekommen!

Dann konnte es irgendwann endlich losgehen! Und glaubt mir, wenn ich sage, dass wir fast überall waren! Mit meiner Mama und meiner Tante bin ich Wildwasserbahn gefahren, mein Bruder hat Wickie und Biene Maja getroffen und zum Schluss sind wir alle die kleine Geisterbahn gefahren! (Insgesamt fast 14.000 Schritte an dem Tag, ich sag es euch – wir sind echt viel gelaufen!)

Ungefähr um 16:15 Uhr mussten wir dann leider wieder aus dem Park zum Treffpunkt, da um 17:00 Uhr unser Bus kommen würde. Ich hab zum Ende noch ein Buch zur Serie „Mia and Me“ bekommen und war einfach glücklich, als wir im Bus saßen und ich auf einen der besten Tage meines Lebens zurückblicken konnte!

Um den Trip kurz zusammenzufassen…Der Ausflug war unfassbar! Angelika hat wirklich an alles gedacht um den Trip zum Holidaypark unvergesslich zu machen! Aber auch das restliche Team des Elternkreises war einfach unglaublich!

Ein großes Dankeschön im Namen aller Geschwisterkinder, dass wir auf diesem Trip dabei sein durften, um die Familie rund um den Elternkreis komplett zu machen. Hoffen wir alle, dass dies nicht der letzte Ausflug in dieser Weise war…

                                            Sarah Jessica Daum  

Mädchen-Gruppe nimmt Fahrt auf

Am Samstag, dem 15. Juni 2019 haben wir uns zum zweiten Mal zu unserem AS-Mädchen-Treffen im MGH zusammengefunden. Diesmal waren unsere Töchter im Alter zwischen 12 und 20 Jahren mit dabei. Wie schon beim letzten Treffen haben wir es uns auch kulinarisch gut gehen lassen und einen gleichermaßen gemütlichen wie anregenden Vormittag verbracht. Wer wollte, konnte malen oder basteln.
Obwohl die Altersspanne unter den jungen Damen recht groß war, haben es doch offensichtlich alle genossen. Jede Altersklasse war sozusagen doppelt besetzt, alleine schon durch die Besonderheit zweier eineiiger Zwillingspärchen. Auch die Eltern haben von dem regen Erfahrungs- und Informationsaustausch reichlich profitiert. Und weil uns das allen so gut gefallen hat, werden wir uns auch wieder treffen. Dann vielleicht zu einem Ausflug in einen Zoo? Die nächste Einladung zum AS-Mädchen-Treff wird bald erscheinen. Bis dahin wünschen wir Euch allen eine erholsame Ferienzeit!

Ute Zender-Haas
Susanne Behne

Gee Vero: „Das andere Kind in (m)einer Klasse“

Abschluss der Fortbildungsreihe „Autismus und Schule“

Den Vortragsabend mit Gee Vero am 14. März 2019 hatten wir als „krönenden Abschluss“ der Fortbildungsreihe „Autismus und Schule“ angekündigt – und das war kein bisschen übertrieben! Denn im erneut voll besetzten Plenarsaal der Kreisverwaltung in Ingelheim begeisterte die Künstlerin und Autorin das Publikum rund zwei Stunden lang mit ihrem Vortrag zum Thema „Das andere Kind in (m)einer Klasse“. Sie stellte umfassend die besondere Wahrnehmung autistischer Menschen dar und ließ uns gleichzeitig an ihrem ganz persönlichen Erleben teilnehmen – das alles sehr kurzweilig und mit viel Witz.

Wie der Eröffnungsabend der Fortbildungsreihe mit Dr. Christine Preißmann war auch der Abschlussabend mit Gee Vero ganz besonders beeindruckend: Zusätzlich zu den vielen hilfreichen Tipps und Informationen, die an sämtlichen Abenden der Reihe vermittelt wurden, erhielt das Publikum hier einen authentischen und sehr berührenden Einblick in die individuelle Erfahrung eines Menschen, der selbst die Autismus-Diagnose trägt. Für das Publikum, zum großen Teil Eltern oder andere Bezugspersonen von autistischen Kindern, sind solche Vorträge eine Tür ins Erleben unserer Kinder. Dabei konnte Gee Vero als selbst vom Asperger-Syndrom betroffene Frau nicht nur ihre Sicht, sondern als Mutter eines Sohnes mit frühkindlichem Autismus auch eine ganz andere Ausprägung von autistischer Wahrnehmung präsentieren. Angehörige nichtverbaler Autisten sind ihr dankbar dafür, dass sie diesen Menschen wie kaum jemand anderes eine Stimme leiht. Und zugleich zeigte sich einmal mehr, dass Menschen mit Autismus ebenso individuell unterschiedlich sind wie andere Menschen auch.

Es gab viel zu Lachen für das Publikum, dem Gee Vero den Spiegel vorhielt, wenn es um etablierte, aus ihrer Sicht aber oft absurde oder unverständliche Verhaltensweisen oder Redewendungen ging. Doch durch Gee Veros trockenen Humor schimmerte auch durch, wie schwer sie zuweilen an ihrem eigenen Autismus trägt und wie viel Kraft die liebevolle Umsorgung ihres Sohnes sie und ihre Familie kostet. Dennoch inspirierte sie uns Zuhörer damit, wie sie den Autismus ihres Sohnes auslegt: Vehement betont Gee Vero, dass Autisten perfekt sind, so wie sie sind und dass sie für die Gesellschaft wichtig sind, weil sie die Menschen zwingen, sich wieder sich selbst zuzuwenden.

Großer Fortbildungsbedarf rund um die Beschulung autistischer Kinder

Zum Abschluss der Fortbildungsreihe „Autismus und Schule“ danken wir, der Elternkreis Autismus Rheinhessen e.V., allen Referentinnen und Referenten sowie der Kreisvolkshochschule (KVHS) Mainz-Bingen, namentlich Daniele Darmstadt, für die Organisation. Die siebenteilige Fortbildungsreihe mit insgesamt weit über 700 Teilnehmern hat gezeigt, dass bei Eltern wie Fachkräften gleichermaßen ein großer Fortbildungsbedarf zum Thema „Autismus und Schule“ besteht. Deshalb wird das Thema weiterhin in unserem Fokus bleiben. Da es in Rheinland-Pfalz keinen Förderschwerpunkt Autismus gibt, ist es umso wichtiger, dass Schulen auf die Unterstützungsmöglichkeiten zurückgreifen: die Autismus-Fachberaterinnen der ADD, Förder- und Beratungszentren, das Pädagogische Landesamt mit einer Vielzahl an Angeboten, die Therapeuten der jeweiligen autistischen Schülerinnen und Schüler, aber auch auf die Eltern selbst: Experten für ihre eigenen Kinder, die darüber hinaus oftmals auch zu Co-Therapeuten ausgebildet worden sind.
Die Kooperation mit der KVHS soll im Herbst 2020 mit weiteren Vorträgen rund um das Thema Autismus fortgeführt werden.

Buchtipps:

Im Juni 2019 erscheint das neue Buch von Gee Vero: „Das andere Kind in der Schule. Autismus im Klassenzimmer“ im Kohlhammer-Verlag.

Empfehlenswert außerdem: „Autismus – (M)Eine Andere Wahrnehmung“, im Internet-Buchhandel erhältlich oder direkt bei Gee Vero.

Claudia Sporn

Erstes Treffen von Eltern autistischer Mädchen

Frauen und Männer sind unterschiedlich. Das wissen wir mittlerweile. Dass diverse Verschiedenheiten der Geschlechter nicht vor den autistischen Spektrumsstörungen halt machen, tritt mittlerweile auch bei den Diagnostikern immer stärker ins Bewusstsein. Einige Autobiografien und Fachbeiträge selbst betroffener Autorinnen, die in den letzten Jahren publiziert wurden, zeichnen die weibliche Seite des Autismus in nachvollziehbarer Weise nach. Die Zahl der Mädchen und Frauen mit einer ASS-Diagnose ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Auch bei uns haben sich immer mehr Familien mit autistischen Töchtern gemeldet. Deshalb haben wir am 9. März 2019 im Mehrgenerationenhaus in Ingelheim ein Treffen für betroffene Eltern veranstaltet. Mit neun TeilnehmerInnen waren wir eine stattliche Runde und hatten über gut drei Stunden lang jede Menge Gesprächsstoff. Am Ende waren wir uns einig, dass dies nicht das einzige Treffen bleiben sollte. Eine WhatsApp-Gruppe wurde eingerichtet und steht auch Eltern offen, die an diesem ersten Treffen nicht teilnehmen konnten. Wer sich aufnehmen lassen möchte, meldet sich bitte bei Susanne Behne: behne@autismus-rheinhessen.de.

Natürlich möchten wir auch unsere Töchter zusammen bringen und dafür wurden zahlreiche Ideen gesammelt. Für derartige gemeinsame Aktionen werden wir in Zukunft gesondert einladen.

Für mich war der Vormittag sehr bereichernd und anregend und ich freue mich auf weitere Treffen!

Eure Ute Zender-Haas

10 Jahre MGH Ingelheim

Rede von Susanne Behne anlässlich der akademischen Feier am 18. Januar 2019

Das MGH ist unsere Heimat. Hier schlägt unser Herz. Wir sind unendlich dankbar, dass uns das MGH im Herbst 2012 nicht nur mit offenen Armen empfangen, sondern gleich adoptiert hat. Meine Freundin Anna Daum und ich hatten hier angeklopft, weil wir von dem glühenden Wunsch beseelt waren, mit unseren beiden autistischen Söhnen aus der für Familien mit Autismus typischen Isolation herauszutreten und ein Angebot für Familien aufzubauen, das es bis dahin in ganz Rheinhessen nicht gab. Wir waren damit genau an der richtigen Adresse. Heute, sechs Jahre später, sind wir ein Verein, dem sich 180 Familien anschlossen haben und sind selbst ein zehnköpfiges Team.

Das MGH-Team weiß, dass wir Familien mit Autismus bedürftig sind und ein Leben für Fortgeschrittene führen, denn wir werden bis zu unserem Lebensende für unsere autistischen Kinder sorgen müssen. Und es gibt leider auch weiterhin keine Entlastungsangebote. Deshalb ist die Hilfe zur Selbsthilfe so kostbar. Das MGH-Team ermöglicht uns Fachvorträge, Familienfeiern, Spielgruppen, Besuche vom Therapiehund Calli und seinem Herrchen Herrn Dewald, Familientreffen, Gesprächsabende und gerade letzten Monat wieder unsere schöne Weihnachtsfeier mit über 100 Gästen. Sogar eine Autismus-Ausstellung gab es 2014. Etwa 500 Besucher dürften wir Jahr für Jahr ins Haus holen.

Die Wertschätzung, Anerkennung und gelebte Nächstenliebe, die wir hier in diesem Haus erfahren, können wir 1:1 den Familien, die sich uns angeschlossen haben, weitergeben. Wir alle verlassen immer sehr viel fröhlicher das Haus als wir gekommen sind.

Doch all diese Veranstaltungen sind nur möglich, weil wir von unzähligen Helfern im Haus unterstützt werden: Vom Hausmeister und Afdija, die Möbel rücken, dem Küchenteam und unserer lieben Frau Diehl, deren schöne Deko immer wieder die Gäste verzückt. Frau Moritz und Frau Siekera in der Verwaltung helfen. Frau Kleine-Weitzel und Frau Hübner sind immer für neue Projekte und Anliegen zu haben, beraten uns gut und haben zuweilen auch ein Taschentuch für uns, falls wir mal wieder zu sehr vom Leben gebeutelt werden. Sie tun auch alles, was in ihrer Macht steht, uns Gehör zu verschaffen und uns bei unserer Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Deshalb habe ich auch heute die tolle Gelegenheit, Sie – liebe Politiker und Entscheidungsträger – um Entlastungsangebote zu bieten. Ein Café Charlottchen oder barrierefreie Ferienangebote würden uns schon enorm helfen. Das muss nicht teuer sein. Und unserer Expertise können Sie sich gerne bedienen. Solange machen wir mit unserer Selbsthilfe weiter.

Wir erleben seit Jahren einen „Flow“, wir fühlen uns vom MGH getragen. Mit diesem Wind unter unseren Flügeln werden wir noch viel erreichen. Jeder 100. Bürger dieser Stadt hat eine Autismus-Spektrum-Störung, in Ingelheim also allein 260. Das MGH weiß das und heißt jeden Einzelnen herzlich willkommen.

Danke für alles, liebes MGH-Team! Wir sind immer wieder dankbar und stolz, zu dieser wundervollen Familie zu gehören.

Adventsfeier mit Stargast Calli

Am 9. Dezember 2018 versammelten sich rund 100 Menschen im Ingelheimer Mehrgenerationenhaus zur jährlichen Adventsfeier des Elternkreises Autismus Rheinhessen e.V. Sie trugen ein buntes Buffet zusammen, erfreuten sich an der weihnachtlichen Musik und für die Kinder gab es Bastel-, Zeichen- und Bewegungsangebote.

Klares Highlight war der Auftritt von Therapiehund Calli mit seinem Herrchen Theo Dewald: Viele Kinder aus unserem Kreis kennen den liebenswerten Vierbeiner schon von den gemeinsamen Spaziergängen, die das Duo seit rund einem Jahr für unsere Familien anbietet. Gemeinsam mit ein paar Wichteln verteilten Calli und sein Herrchen kleine Tüten mit weihnachtlichen Leckereien an die vielen Kinder. Vielen Dank, lieber Herr Dewald und lieber Calli!

Unser herzlicher Dank gilt auch dem Team des MGH – namentlich Frau Hübner, die uns bei der Feier beehrte – für die umfangreiche Unterstützung, die wie seit Jahren hier erfahren dürfen!
Ebenso gefreut haben wir uns über den Besuch von Herbert Meier, dem stellvertretenden Behindertenbeauftragten der Stadt Ingelheim und ehemaligem Förderschulrektor, der sich unermüdlich für die Belange besonderer Menschen engagiert.